1998 im Februar kam die erste Ausgabe von "Der Gute Pfad", eine interne Royal Rangerzeitung. Die Gründer des guten Pfads waren: Sven Weiß, Ludwig Lexy, Daniel Eger, Sara Regine, Melanie Haft, Tobias Wolfinger, Sarah Karim Lawani, Annette Hallama und Antonino Greco. Bei der Aufforstung des Waldes geholfen, durch Eichelpflanzungen. An Pfingsten machten wir einen 3 Sterne Ride in Vicenza. Sommercamp in Öschelbronn unter dem Thema "Im Auftrag Gottes". Silvestergala, gemeinsam mit der Gemeinde.

Die Flamme der Royal Rangers Bewegung brennt jetzt auch in Italien. Historischer Einsatz der Ranger vom Stamm 88.

Es ist Mitternacht. Drei Gestalten schleppen sich mühsam auf das flackernde Feuer am Feuertisch zu. Die dort ausharrende Nachtwache erstarrt. Eine Stunde vorher waren Toni, Armin und Daniel aufgebrochen um unheimlichen Trommelgeräuschen nachzugehen, seit drei Stunden hörte man Trommeln. Ausgerechnet am gleichen Tag sind wir gewarnt worden, dass sich am Rande unseren Campgeländes häufig Satanisten treffen. Schnell war die Lage erkundet. Nur mit einem Megaphon "bewaffnet" gingen unsere Leiter auf die Trommelquelle zu. Vorher war die Umgebung nach Fahrzeugen abgesucht, die Größe der Gruppe abgeschätzt und die Gespräche aus sicher Deckung abgehört worden. Unser Rangerstrategie sah so aus: Plötzlich tauchen wir aus der Dunkelheit auf und bauen uns schemenhaft absolut schweigend vor der Gruppe auf. Reaktion: Obwohl die Gruppe viel zahlreicher war, ging durch den Überraschungsmoment große Furcht von uns auf die Gruppe aus. (Siehe Gideon in Richter 7, 15-25) Sie sagten, sie hätten plötzlich große Angst vor uns bekommen. Die Jugendliche waren zum teil mit Drogen zugekifft und tranken Alkohol. Nach einem klaren Zeugnis von uns als Christliche Pfadfinder und nach dem Armin ihnen fetzig etwas vorgetrommelt hatte, verschwand die ganze Truppe nach einer halben Stunde. Halleluja!

 

Dies war nur eines der Highlights, die wir bei diesem historischen Ride vor Pfingsten 1998 nach Tettze sul Brenta erleben durften.

 

Einen weiteren geistlichen Höhepunkt erlebten wir so: Nach einem üppigen gemeinsamen Mittagessen mit Glaubensgeschwistern unserer Gastgemeinde "Chiesa Christiana Evangelica" traf man sich in einem Hain an dem Fluß Brenta in einer geradezu biblischen Atmosphäre. Auslöser dieses biblischen Taufereignisses war die bewußte Entscheidung von sechs Pfadrangern, sich in einem Fluß taufen zu lassen. Diese Taufe in eiskaltem Gletscherwasser war zu einem Impuls mit unglaublicher geistreicher Dynamik geworden. Fabio, ein Gemeindemitglied und zukünftiger Stammleiter des Royal Rangerstammes No.1 in Italien, ließ sich ebenso taufen. Dazu kam noch ein Bruder aus Ghana / Afrika. "Hier lassen sich christliche Pfadfinder aus Deutschland taufen" - Diese Kunde mobilisierte viele Christen aus der ganzen Umgebung. Sogar eine Mutter eines Täuflings war für einen Tag aus Deutschland angereist. Es waren mit großer Freude ein Missionarenehepaar aus Argentinien gekommen, ein Bruder aus Irland, und aus den USA, viele Afrikaner, es war toll!

Auch der Stammleiter des Royal Ranger Stammes bei Bellinzona in der Schweiz war spontan für einen Tag zu uns gestoßen, nachdem er gehört hatte, das die Pforzheimer Ranger nach Italien gefahren sind, die Rangerarbeit - Mit Gottes Hilfe - dort in Gang zu setzen.

Ja, mit Gottes Hilfe. Während des ganzen Ride´s erlebten wir auf eine Art und Weise, die unter die Haut ging, daß, ER uns aussendet, das er uns Brüdern Visionen schenkte, uns mit einem schützendem Feuerball um das Campgelände bewahrte (wir waren gleich nach der Ankunft betend um das gesamte Gelände gelaufen - Landeinnehmend). Vor allen erlebten wir auf eine einprägsame Art, wie der Heilige Geist die Initiative ergreift, wenn wir ihn wirken lassen, wenn wir uns ganz neu öffnen, wenn wir uns als Gefäße total reinigen lassen durch erkennen und bekennen von persönlicher Schuld. So an einem Morgen, wo wir merkten, daß alle unsere Pläne liebevoll über den Haufen geworfen wurden zugunsten von Stille, Gebet, Tränen und Befreiung.

 

Fazit:

1. Ein Historischer Ride der Pforzheimer Ranger. Der Auftrag geht zurück bis zum Eurocamp 1995 in Mariager-Dänemark. Dort hatte Armin, der ehemalige Stammleiter, ein klares Bild empfangen: Eine Landkarte, auf der, der Italienische Stiefel weiß war, ohne Rangerstern umgeben von Ländern mit Rangeraktiviäten. Auf diesem Bild war ein stärker werdender Bogen von Deutschen Rangern nach Israel zu sehen. Mal schauen was der Herrn noch alles vor hat.

 

2. Unser Auftreten hat einen tiefen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Wir waren wie "Kalebs", zur Erkundung eingesetzt, mit der Lizenz zur Stammgründung.

 

3. Wir werden dran bleiben im Gebet, mit praktischer Hilfe und durch das Knüpfen von Beziehungen und Netzen.

 

4. Es waren keine verkrampften, frommen Klimmzüge nötig - Jesus Christus war Herr über allem. Wir durften seinen Plan ausführen. Dieser Ride hat uns alle verändert - vorallem auch die Gemeinde vor Ort in Italien wie in Pforzheim.

JOTA - Wir waren dabei!

Am Samstag, den 17. Oktober 98 war es endlich wieder soweit. Das alljährliche JOTA (Jamboree on the Air [Treffen in der Luft]) fing wieder an. Von den Teilnehmern, die 1995 schon einmal teilnahmen, waren nur noch Sven und ich übrig geblieben. Dafür bekamen wir Verstärkung von Sascha, Steffi und Joschi, die, wie sich später herausstellte, auch ihre Begeisterung fürs Funken entdeckten. Um 16.00 Uhr trafen wir uns alle mit Sack und Pack und fuhren dann zusammen zur Buckenbergschule, wo der Amateurfunk Club Pforzheim (Stationsname: DL0PH, DL für Deutschland und PH für Pforzheim) seine Räume hat. Als wir ankamen, waren schon Pfadfinder vom VCP und von der Pfadfinderschaft ST. Georg da. Die Amateurfunker waren noch dabei, die Funkgeräte richtig einzustellen. Als dann alles in Ordnung war, gab es um 17.00 Uhr einen Deutschland - SKET. Ein SKET ist eine Konferenz, bei der nacheinander die einzelnen Teilnehmer aufgerufen werden, die dann kurz etwas sagen dürfen. Dieser SKET beinhaltete auch ein Rätsel. Die einzelnen Aufgaben wurden zwischen den Teilnehmeraufrufen gestellt.

Die Hauptfrage lautete:

 

1. Anderes Wort für Universum

2. Vierte Dimension

3. Größere Landliegeschaft

4. Kleiner Weg

Ergebnis: All Zeit Gut Pfad!!!

 

1. Die CEPT-Zulassungen von folgenden Stationen herausfinden: DC4BA(2), DF2NU(1), DJ566(1), DH7HD(1), DB8TJ(2), DO2DO(3), DL9BQ(1), DK3OK(1), DD8FM(2), DO3KL(3).

Davon mußten wir die 3-stellige Quersumme bilden, also: 017

 

2. In einem Saal sind 88 Personen, um 13:00 Uhr gehen 95 Personen heraus. Wieviele müssen noch hinein, daß es wieder 88 Personen sind? Die Antwort war: 7

 

3. Mit einem Widerstand von 2000 Ohm wird die Spannung von 205 Volt auf 41 Volt herunter gesetzt. Wieviel Strom fließt im mA? Heraus kamen: 82 mA.

 

4. Auf einer 54 m langen Straßenseite soll alle 3 m ein Baum gepflanzt werden. Wieviel Bäume müssen gepflanzt werden? Lösung sind: 19 Bäume

 

5. Den Satz: "Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder" in Morsecode umsetzen

[• /• • •/ - •/ - -/ • -/ • - • •/ / • - - •/ • • - •/ • -/ - • •/ • • - •/ • •/ - •/ - • •/ •/ • - •/ / • •/ - -/ - - /•/ • - •/ / • - - •/ • • - •/ • -/ - • •/ • • - •/ • •/ - •/ - • •/ •/ • - •] ,

und jeweils alle Punkte und Striche zusammenzählen. Dann die Punkte mit den Strichen addieren, von dem Ergebnis 4 subtrahieren, mal 6 nehmen und schon hat man das Ergebnis von: 450

 

Wenn man nun die Zahlen in die richtige Reihenfolge brachte, kam eine Handynummer heraus, die man anrufen mußte. Als wir die TEL. hatten, riefen wir sofort an und erfuhren, daß wir die Ersten waren. Nach dieser Mitteilung war unsere Freude natürlich riesengroß. Jetzt wandten wir uns ganz dem PacketRadio (PR) zu. Beim PR ist das Funkgerät mit Hilfe eines Modems an den Computer angeschlossen. Das Modem wandelt akkustische Signale, die über Funk gesendet werden in Computersignale um. Mit Hilfe des PR kann man wie im Internet mit Funkern auf der ganzen Welt kommunizieren. Als erstes holten wir uns die Fragen zum PR - Rätsel von verschiedenen Homepages.

 

a) In welchem Land findet das nächste Weltjamboree statt? Chile

b) Wie lautet das Afu-Präfix dieses Landes? CE

c) In welcher Stadt ist das Weltpfadfinderbüro? Genf

d) Wie lautet das Rufzeichen dieses Büros? HB9S

e) In welchem Land fand 1933 das Weltjamboree statt? Ungarn

f) Wie lautet das Präfix dieses Landes? HA / HG

g) In welchem Land ist das Grab des Gründers der Pfadfinder? Kenia

h) Wie lautet das Afu-Präfix dieses Landes? 5Z

 

Die Aufgaben lösten wir dann mit Hilfe der Amateurfunker. Später saßen wir (Sven und ich) dann vor dem PC und unterhielten uns mit den verschiedensten Leuten, einige waren auch Pfadis, andere Amateurfunker. Steffi und Joschi taten das gleiche, nur nicht auf Amateurfunk, sondern auf CB - Funk - Basis (nicht so große Reichweite).

Um 21.00 Uhr wollten wir dann nach Hause, tatsächlich gingen wir um ca. 24.00 Uhr nach Hause. Alles in allem, muß ich sagen, war es ein schöner Tag (auf diesem Weg auch noch einen Dank an den Amateurfunkclub Pforzheim).

 

Tobias Wolfinger

Wetten Dass?

Es war ein ganz normaler Freitagabend. Wir hatten gerade den offiziellen Teil unserer Jugendstunde hinter uns, als plötzlich, wie aus dem Nichts, die Tür zu unserem Jugendraum aufgerissen wurde. Herein kam ein dunkel gekleideter Mann. Er hatte einen Aktenkoffer in seiner rechten Hand und wir wußten nicht, mit welchen Absichten er jetzt auf uns zugestürmt kam. Das grelle Licht der Deckenbeleuchtung ließ einen Blick auf sein Gesicht im ersten Moment gar nicht zu. Erst als der Mann näher trat, wußten wir, mit wem wir es augenblicklich zu tun bekommen würden. Es war unser lieber Pastor Bernd Krebs!

Er fragte mich, ob ich Lust hätte, an der diesjährigen Silvesterfeier als Moderator durch das Programm zu führen. Nun, als ich Ja sagte, wußte ich leider noch nicht, auf was ich mich da eingelassen hatte. Erst als die Jugend (und natürlich auch Ihr von den RR) mit der Programmgestaltung beauftragt wurde, ahnte ich, welch große Bürde mir zu Teil wurde.

 

Das Programm sah vor, mich als Thomas Gottschalk verkleidet, durch eine selbstgebastelte WETTEN DASS?- Show stolzieren zu lassen. Zuerst mußte ich einmal tief Luft holen, um mich mit diesem Gedanken anfreunden zu können. Doch auch in solchen Situationen ist es toll, daß es Jesus gibt. Als ich nämlich mit ihm über die ganze Sache geredet hatte, gab er mir sogar noch zusätzliche Ideen für das Projekt. So habe ich z.B. den Anfang der Show mit einem Tanz unserer Jugendgruppe gestaltet. Der Tanz ist anscheinend ganz gut rüber gekommen, natürlich auch durch den funkensprühenden Effekt, der sich im Hintergrund über unseren Köpfen abspielte. An dieser Stelle auch nochmals vielen Dank an Sven Weiß, der durch sein Angebot solcher ,,Wunderwaffen" eine echte Bereicherung für diesen Abend war.

Doch nun zum eigentlichen Ablauf der Silvesterparty. Einige von Euch waren ja ,,live" dabei und konnten mit mir erst einmal die tolle Dekoration bewundern, die unser Jugendleiterehepaar Damaris und Michael Stiefel quasi auf den Tisch gezaubert hatten. Die Spannung wuchs mit jedem Löffel Suppe und jedem Bissen Fleisch, wofür unser Chefkoch die Ehrennadel am Bande verdient gehabt hätte. Als wir uns dann durch das gesamte Buffet durchgewühlt hatten, konnte die Show ca. gegen 21.45 Uhr starten.

 

Wir wollten natürlich gleich so richtig auf den Putz hauen, und haben zu unserem Tanz fetzige Musik ablaufen lassen. Mein Outfit, dank einer Spezialperücke eines Pforzheimer Modehauses, ließ mich täuschend echt wie Thomas Gottschalk aussehen. Zugegeben, an der Nase konnte man wirklich nichts ändern. So stand ich nun da vor meinem Publikum, und durfte meine ,,prominenten" Gäste in Empfang nehmen.

Zuerst empfing ich Pippi Langstrumpf - gespielt von Marcel Schultz. Sein Oscarverdächtiger Auftritt hatte genau den brodelnden Effekt im Publikum erzeugt, den wir uns zum Auftakt dieser verrückten Show erhofft hatten. Nach einem kurzen Gespräch durfte er/sie auch die Wette präsentieren. Die Wette sah vor, Pippi als stärksten Menschen aussehen zu lassen. Dazu wurde aus dem Publikum ein starker Mann zum Duell in Bierkrugstemmen herausgefordert. Natürlich haben wir den Bierkrug von Pippi manipuliert, um ja keine Schlappe einfahren zu müssen. So wurde die erste Wette von Seiten meines Gastes gewonnen.

 

Danach empfing ich Queen Elisabeth 2.- gespielt von Damaris Stiefel. Sie hatte leider nicht so viel Glück bei Ihrer Gurkenschneid-Wette, und versprach, allen im Saal die Schuhe zu putzen. Mit Verlaub - sie würde heute noch dasitzen und putzen.

 

Guildo Horn - gespielt von Michael Stiefel - war einer der musikalischen Höhepunkte in der Show. Er hatte auch gleich seinen gesamten Backroundgesang - gespielt von Familie Krebs - mitgebracht. Nur leider bei der anschließenden Schnüffelwette konnte nicht ganz das Ergebnis erzielt werden, das wir uns ausgerechnet hatten. Aber von so etwas lebt ja eine Live-Sendung. Doch Seine "Perücke" wird unvergessen bleiben!

 

Meinen vierten Stargast, den ich empfing, war Julius Cäsar - gespielt von Jan Gutjahr. Sein Lebenslauf war etwas kurios, da man ihn aus dem ewigen Eis befreit und neue Lebensenergie eingehaucht hatte. Aber trotz seines hohen Alters ist er uns während der Show nicht davongeschmolzen. Für Ihn galt die Wette, daß die Männer das stärkere Geschlecht seien. So hatten wir eine erfahrene Hausfrau und einen (unerfahrenen) jungen Mann zu einem Hausarbeits-Spielchen herausgefordert. Daß am Ende die Frau gewann, war abzusehen.

 

Doch dem Spaß war noch kein Ende gesetzt. Wir hatten in unserer Show, hintereinander auftretend, die größten Musiker des Jahrhunderts. Zuerst gab uns Michael Jackson - gespielt von Ludwig Lexy - eine Kostprobe seines Könnens und danach hatten wir The King of Rock'n Roll Elvis Presley - gespielt von Toni Greco - auf der Bühne. Während wir bei Michael Jackson noch die Gummibeine bewunderten, mußten wir bei Elvis doch Sorge haben, daß er uns nicht das Mikro verschluckte.

Leider blieb mir zu einem Erfahrungsaustausch mit Elvis keine Zeit mehr, denn es war genau das eingetreten, was auch in der Originalsendung ständig auftritt. Ich hatte maßlos an Zeit überzogen. So hatte dann unsere Show kurz vor Mitternacht ein glückliches Ende gefunden.

Bedanken möchte ich mich bei allen Beteiligten, so auch bei Manuel Krebs, für seinen Einsatz bei der Kerzenwette; bei Nina und Alexandra Speck, für ihr Gitarrenstück; bei meinem Tontechniker Raphael Degen; bei meiner lieben Frau, die als Saalkandidatin Haare schneiden durfte; bei den Royal Rangers, die mit ihren spritzigen Sketchen das Publikum auf Trapp hielten und natürlich bei Jesus, der meine Gebete erhörte und eine Super-Silvesterfete gelingen ließ! MACHT WEITER SO!

 

Euer Thorsten Beyer