1999 als neue Leiter wurden eingesetzt: Thomas Fluck, Ludwig Lexy und Stefanie Weiß die kurze Zeit später wieder ausschied. Im Januar wurde der Name unserer Zeitung umgeändert in " Der Pfad". Pfingstcamp in Mosbach. Eurocamp in Neu Frankenroda unter dem Thema "Barrieren brechen". Ein großes Hajk für die Pfadfinder und Pfadranger. Fahrradtour nach Bad Liebenzell.

Pfingstcamp ´99

Am 21.05.99 um 15:00 Uhr trafen sich in Pforzheim 30 Ranger und fuhren zum diesjährigen Pfingstcamp nach Wössingen. Dort bauten wir mit Rangern aus Karlsruhe, Güglingen, Baden Baden und vielen anderen ein großes Camp auf. Leider hatte es diese Tage zuvor viel geregnet und die Wiese war sehr matschig. Das hatte den Vorteil, daß die Heringe ziemlich leicht in den Boden gingen, andererseits war es für einige Ranger zu matschig und sie kamen ins rutschen. Zum Glück ist der Boden weich!

 

Zum Abendessen waren schon Bänke und Feuertische aufgebaut und wir saßen mit je einem Team aus einem anderen Stamm zusammen und erholten uns vom Aufbau. Danach trafen wir uns am Fahnenmasten zur Camperöffnung. Unter dem Lied "Gemeinsam" wurde die Rangerfahne aufgezogen und Rudi unser Campleiter hielt einen kurze Ansprache. In der ersten Nacht wurde das Camp von zwei mysteriösen Gestalten überfallen, die sich an das Camp heranschlichen und die Nachtruhe mit einem Feuerwerkskörper erschreckten. Zum Glück entpuppte sich dieser Angriff als harmlos, sie wollten nur unsere Nachtwache testen. In den nächsten Tagen war das Wetter besser und das war wichtig, denn nun stand die Lagerolympiade auf dem Programm. Es gab verschiedene Disziplinen, wie z.B. Sackhüpfen, Dosenwerfen, Kistenstapeln. Auch bei diesem Camp war das Ratslagerfeuer der Höhepunkt. Nach einer kurzen Wanderung kamen wir am Ratslagerfeuerplatz an. Dort sahen wir ein Theaterstück von den Karlsruher Rangern, über Sünde in unserem Leben. Nach einer Andacht vom Camppastor Otto über das Campthema "Mit Jesus überwinden" wurde für die Ranger gebetet. Man konnte die Gegenwart Gottes spüren und viele Ranger gaben ihr Leben Jesus oder empfingen eine Gabe des Heiligen Geistes.

 

Am nächsten Tag war für uns das Camp zu Ende. Wir bauten unsere Zelte ab und fuhren wieder nach Hause. Alle Ranger waren von diesem Camp erschöpft, aber begeistert.

 

Daniel Eger

Welcome to Eurocamp ´99

Tolle Atmosphäre auf dem Eurocampgelände in Neufrankenroda / Thüringen, schon einige Tage vor der Ankunft der Ranger Massen aus ganz Europa. Warum? Einige unglaublich freundliche Spannung vor diesem Großereignis erfaßt die Ranger auf dem Vorcamp. Die Regionaldorfbauer beim Löcherbohren und Türme oder Plumpsklos errichten. Das alles als Dienst an den anderen Rangern, den noch kommenden - mit Schlafsack, Kluft und Iso-Matte.

 

Der Eröffnungsabend: Das Riesenzelt rappelvoll, La Ola Welle, der Bär tobt, und Lobpreissongs für unseren Herrn Jesus in mitreisender Art.

 

Freitagabend: 3 Fahnen flattern am Lagermast. Die Rangerfahne, die Deutschlandfahne und die schweizer Nationalflagge. Die Fahne unserer Gäste aus der Ukraine fehlt da vergessen. Eine Herausforderung. Am Sonntag ist das Problem gelöst. Man nehme ein Bettlaken, 2 Farben und hisse das "Do it yourself" Werk. Eine Geste des einander Dienens und der Völkerverständigung.

 

Phänomen am Rande: Trotz Supersommer, Bullenhitze und trotz Plumpsklos und Vieh in der Nähe - keine Fliegen, Wespen, Schnaken und Ameisen die von grausamen Ranger mit Backpulver zur Explosion gebracht oder anderweitig gemeuchelt wurden.

 

Was ist da im Laufe vieler Camps doch an tollen Freundschaften und an Teamgeist zwischen den Stämmen der Region und im eigenen Stamm gewachsen, es war zu spüren. Ein Grund zum Danken und Staunen.

 

Essen: Das Essen hat zwar die meisten Ranger nicht vom Hocker gerissen - aber Mineralwasser gab es satt - sogar zum schütteln und naßspritzen.

 

Dank: Über dem Camp lag vom ersten Tag an ein übernatürlicher Schutz und Segen von Oben, dank aber auch den Rangern die eine fast perfekte Logistik aufgebaut hatten, den Nachtwachen und allen anderen Helfern.

 

So Gott will und wir nicht entrückt sind - auf ein neues Eurocamp in vier Jahren, im hohen Norden, bei den Rangern in Finnland. Bis dahin - Allzeit bereit für Jesus

 

Armin Zumrode

Die Fahrradtour

Als wir am 3.7.99 uns um 8:00 Uhr an der Volksmission treffen sollten, um auf das Fahrradhajk zu gehen, hatte ich schon so ein komisches Gefühl im Bauch als ich die Jungs sah die mit wollten. Elian und ich waren die einzigsten Mädchen die dabei waren, und hatten allerhand zu lachen. Gegen 9:00 Uhr fuhren wir dann endlich los, davor hatten wir schon die erste Panne, Ricardos Bremsen funktionierten nicht.

 

Nach ungefähr 9 Kilometern fingen die ersten an zu schnaufen und zu schwitzen, (war auch ziemlich heiß) aber sie fuhren weiter; etwas anderes blieb ihnen auch nicht übrig. Es war natürlich klar das die Kerle dauernd irgend welchen Blödsinn machen mußten und ich freute mich irgendwie schon darauf bis es den ersten von den Spaßvögeln hinschmiß und sie dabei etwas lernen und aufhören. Kurz vor Neuenbürg war es dann soweit. Florian mußte immer irgendwas machen, entweder er treppelte im leichten Gang den Berg hinunter (wie viele andere auch) oder er versuchte mit dem Fuß das Gebüsch zu streifen. Toni wollte gerade sagen: "Florian paßt auf sonst,...!" Aber Florian flog schon Kopf über den Berg hinunter mitten in Dornengebüsch, und das Fahrrad hinterher. Er fuhr dann ein Stück mit dem Auto mit. Nach einer Pause im Kloster in Hirsau plagten wir uns jetzt nun den größten Berg unsere Tour hoch (5 Kilometer). Die Stimmung wurde immer schlechter und die Situation stieg zu einem dramatischen Schauspiel zwischen Leben und Tod an (so schlimm war es auch nicht!). Christian, der mit den anderen nicht immer recht klar kam, drohte jetzt gleich zu sterben. Es ging einige Kilometer den Berg hoch und das auch noch teilweise in der Sonne. Auf jeden Fall, Christian schmiß alle 500 m sein Fahrrad hin und setzte sich darauf.

 

Ich glaube er wartete auf Bemitleidung, aber das umsonst, wir hatten ihn durchschaut. Als wir das auch geschafft hatten ging es nur noch Berg ab zu der "Burg" in der wir übernachten sollten. Na, wenn man da von einer "Burg" sprechen kann!? Es war eine Waldhütte mit einer Quelle (Sehr gutes, kaltes Wasser), aber das war ja egal, denn wir bauten uns Biwaks. Am Abend sangen wir Lieder, grillten und hatten eine Andacht.

 

Ich weiß auch nicht warum, aber irgend welchen Spaßvögeln hat es offensichtlich Spaß gemacht unsere Schuhe über Nacht zu klauen und auf einen Baum zu hängen. Die Rückfahrt war total einfach, trotzdem waren wir heilfroh als wir am 4.7.99 ca. um 12:30 Uhr an der Gemeinde ankamen und es Maultaschen gab.

 

Alessa Krebs